Barack Obama
Barack Obama

In den letzten Tagen häufen sich Statements von Militärs und hochrangigen Politikern über die Realität des UFO-Phänomens. Was steckt dahinter?

Es ist nicht das erste Mal, dass Barack Obama sich zum Thema UFOs äußerte – doch was er jüngst sagte, ging weit über alles hinaus, was er jemals öffentlich eingeräumt hat. Am 18. Mai 2021 war Amerikas vorletzer Präsident in in The Late Late Show with James Corden zu Gast. Wörtlich sagte er:

„Nun, Wenn es um Aliens geht, gibt es einige Dinge, die ich Ihnen nicht im Fernsehen sagen kann (…). „Wissen Sie, die Wahrheit ist, als ich ins Amt kam, wollte ich unbedingt wissen: Gibt es irgendwo das Labor, wo wir das erstaunliche Raumschiff der Aliens aufbewahren? Da hat man ein wenig nachgeforscht und die Antwort war nein. Aber was stimmt ist, und ich meine das hier wirklich ernst: Es gibt Aufnahmen und Aufzeichnungen von Objekten am Himmel gibt, von denen wir nicht genau wissen, was sie sind. Wir können nicht erklären, wie sie sich bewegten. Ihre Flugbahn hatte kein leicht erklärbares Muster. Ich denke, dass die Leute immer noch ernsthaft versuchen, es zu untersuchen und herauszufinden, was das ist. Aber ich habe Ihnen heute nichts zu berichten, außer vielleicht… Sehen Sie, hier ist die Frage: Reggie könnte in Wahrheit ein Außerirdischer sein, oder? Sie erinnern sich doch an „Men in Black“. Wenn er also all diese Fragen stellt, will er nur von sich ablenken.“

An dieser Stelle erfüllte Gelächter das Studio der Comedy-Sendung. Doch Obama setzte noch einen drauf:

„Wissen wir, wie er hinter dieser Brille aussieht? Genau. Seine Augen könnten doch in die falsche Richtung blinzeln. Also das ist eine Frage, über die jeder mal nachdenken kann.“

Diese jüngsten Äußerungen Obamas sind in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Zum einen wirft er seine Glaubwürdigkeit für ein Thema in die Waagschale, das seit Jahrzehnten der Lächerlichkeit preisgegeben war. Dies überraschte sogar den SPIEGEL. Was den anderen Aspekt angeht, dazu später mehr.

Die Medienkampagne

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass US-Medien seit November 2017 begonnen haben, vermehrt und vor allem seriös über UFOs zu berichten. Verantwortlich dafür ist die Bekanntgabe eines vormals geheimen UFO-Forschungsprojekts namens AATIP im Pentagon. Das Unternehmen To The Stars Academy, das den früheren AATIP-Leiter Luis Elizondo beschäftigte, veröffentlichte drei UFO-Videos der US-Marine, deren Echtheit das Pentagon erst nach Jahren bestätigte. Eine interne Untersuchung des Militärs kam zu dem Schluss, dass die Veröffentlichung der Videos rechtens war. Es setzte eine Flut von Medienberichten ein.

Im Mai 2019 begann der History Channel, die Doku-Serie „Unidentified“ auszustrahlen. Darin kamen neben Luis Elizondo und Chris Mellon, dem ehemaligen stellvertretenden Verteidigungsminister für Geheimdienste, auch zahlreiche militärische Augenzeugen zu Wort, von denen man nie zuvor gehört hatte. Zudem baute die Serie dramaturgisch geschickt auf der seit 2017 erfolgten Medienberichterstattung auf.

Im August 2020 gab das Pentagon die Existenz einer „UAP Task Force“ bekannt, „um ein besseres Verständnis und einen besseren Einblick in die Natur und den Ursprung von UAPs zu erhalten.“ Der damalige amtierende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Senat, Marco Rubio, machte sich für eine Untersuchung des Phänomens stark. Dies führte schließlich zu einem Gesetz, in dem das Pentagon verpflichtet wurde, einen unklassifizierten Bericht auf Grundlage aller klassifizierten Informationen zu erstellen, die das Verteidigungsministerium über UFOS/UAP besitzt. Mit dem Erscheinen des Berichts wird im Juni 2021 gerechnet.

Weitere UFO-Fotos und Videos veröffentlicht

Im Laufe der vergangenen Monate veröffentlichten verschiedene Medien weitere interne UFO-Fotos und -Videos der US-Marine, deren Authentizität durch das Verteidigungsministerium inzwischen bestätigt wurden (ohne dass dabei behauptet wurde, dass man wisse, worum es sich bei den abgebildeten Objekten handelt). Dieses Material fand interessanterweise wiederum Verwendung in einem Bericht des angesehenen Reportageformats „60 Minutes“ des US-Senders CBS vom 17. Mai 2021.

Der frühere Marine-Pilot Lt. Ryan Graves schilderte darin, dass er und seine Kollegen solche Objekte „täglich, mehrere Jahre lang“ gesehen hätten. Zum ersten Mal tauchte darin auch die bis dato anonyme Pilotin auf, die während im Jahr 2004 auf dem Flugzeugträger USS Nimitz stationiert gewesen war und während eines Einsatzes „Tic-Tac“ ähnliche UFOs beobachtet hatte: Lt. Alex Anne Dietrich. Sie war bereits in der History-Serie „Unidentified“ anonymisiert in Erscheinung getreten. Die Sendung weckt außerdem große Erwartungen an den bevorstehenden Bericht der UAP Task Force.

Dammbruch

Vieles deutet darauf hin, dass sich in der globalen Berichterstattung über UFOs ein Paradigmenwechsel abzeichnet. Während es in der Vergangenheit zuverlässig niedergeschrieben und lächerlich gemacht wurde, gehen Leitmedien inzwischen dazu über, akkurat und wertungsfrei über die neuesten Entwicklungen zu berichten. Insgesamt betrachtet läuft die Berichterstattung der US-Leitmedien auf den geplanten UAP-Bericht des Pentagon hinaus. Sollte sich auch nur ein Teil der kursierenden Gerüchte über dessen Inhalt bestätigen, würde dies unweigerlich zu einem „Dammbruch“ mit internationaler Strahlkraft führen. Es ist bereits jetzt abzusehen, dass mehrere Länder möglicherweise ebenfalls bislang zurückgehaltene Informationen über UFOs bekannt geben werden. Die Folgen sind nicht abzusehen – wohl aber ein gehöriger „Ruck“, der durch die Gesellschaft gehen wird, möglicherweise auch ein massiver Vertrauensverlust der Bevölkerung in die eigene Regierung. Wenn diese ein so wichtiges Thema derart lange für sich behielt – was wird uns sonst noch verschwiegen?

Und die Insassen?

Zurück zum Statement Barack Obamas: Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Enthüllungen lohnt sich der Versuch, „zwischen den Zeilen“ zu lesen. Es ist erstaunlich, dass ein früherer US-Präsident überhaupt das Wort „Aliens“ in den Mund nimmt; noch erstaunlicher, dass er bekennt, darüber im Fernsehen nichts sagen zu können. Obama bezog sich dabei eindeutig auf „Aliens“ und nicht auf „UFOs“. Was könnte es also sein, was er nicht sagen darf? Einen Hinweis darauf könnten seine Andeutungen am Schluss sein – dass der Musiker der Show in Wahrheit ein Alien sein könnte. Natürlich handelt es sich hier um einen Scherz – doch Obama gibt den Hinweis, dass dies eine Frage sei, über die es sich lohne nachzudenken. Damit lenkt er – gewollt oder nicht – die Aufmerksamkeit auf eine viel brisantere Frage: Werden wir uns als Menschheit in naher Zukunft nicht nur über fremde Fluggeräte mit erstaunlichen Eigenschaften Gedanken machen müssen, sondern vielleicht auch über die Frage, ob „Außerirdische“ bereits unerkannt unter uns leben?

Bedenkt man die Äußerungen des ehemaligen, langjährigen Chefs des israelischen Weltraumprogramms, Prof. Chaim Eshed, so scheint diese Frage durchaus eine Überlegung wert. Ob sie sich bewahrheitet, wird die Zukunft zeigen.

Fest steht jedenfalls: Weitere Enthüllungen kündigen sich an. Inzwischen ermittelt der Generalinspekteur des US-Militärs, wie das Pentagon das Thema über die Jahre behandelte. In unserer letzten Sendung ERSTKONTAKT #18 auf ExoMagazin.tv haben wir uns genauer damit beschäftigt.

 

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