A.J. Gevaerd UAP Anhörung Brasilien
A.J. Gevaerd UAP Anhörung Brasilien

Kein anderes Land der Welt hat derart viele Militärakten zu UFOs freigegeben, berichtet A.J. Gevaerd, Herausgeber des brasilianischen UFO-Magazins.

Am 24. Juni 2022 fand vor dem Bundessenat Brasiliens eine Veranstaltung zum Gedenken an den 75. “Welt-UFO-Tag” statt. Dabei traten Brasiliens wichtigste Experten auf und stellten anhand von offiziellen Dokumenten die bislang bekannten Fakten zu dem Phänomen in ihrem Land dar. Diese offizielle Anhörung war von Senator Eduardo Girão sowie weiteren Senatoren beantragt worden. Das Ziel bestand darin, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.

UFO-Fälle aus freigegebenen Militärakten – A.J. Gevaerd

Ademar José Gevaerd ist Journalist, UFO-Forscher, Dozent und Herausgeber des brasiliansichen UFO-Magazins, der ältesten Publikation der Welt zum Thema Ufologie. Er ist Koordinator in Süd- und Mittelamerika der International Coalition for Extraterrestrial Research (ICER) und Autor des Buches “Agroglifos no Brasil”. Zudem leitete der früher das brasilianische Mutual UFO Network (MUFON).

Bei seiner Präsentation vor dem Bundessenat erinnerte daran, dass das Land eine lange Geschichte in Bezug auf UFOs habe. Diese habe bereits im Jahr 1500 mit der Ankunft von Pedro Álvares Cabral, dem portugiesischen Entdecker Brasiliens, begonnen. “Er traf bereits auf Indianer, die von Kugeln aus anomalen Lichtern berichteten, die sie verfolgten und die sie curupiras oder boitatá nannten”, so Gevaerd.

Im Jahr 1954 sei der Luftwaffen-Oberst João Adil de Oliveira in die Vereinigten Staaten gereist, um sich über fliegende Untertassen zu informieren, und habe “von den Amerikanern den dringenden Hinweis erhalten, dieses Thema in Brasilien nicht zu verbreiten, da sie nicht wollten, dass es sich in den Vereinigten Staaten ausbreitet”. Doch Oliveira habe nach seiner Rückkehr erklärt, dass das Ufo-Phänomen real ist, Aufmerksamkeit erfordert und von den brasilianischen Behörden ernsthaft verfolgt wird. “Wir waren das erste Land, das diese Verantwortung übernommen hat”, so Gevaerd.

Seitdem fanden in Brasilien mindestens zwei militärische Forschungsprojekte statt: SIOANI (1969-1972) und Operaçao Prato (1977) – letzteres Projekt widmete sich vorrangig den seltsamen Geschehnissen auf der Halbinsel Colares. Die daraus entstandenen Unterlagen blieben jahrzehntelang geheim.

Im Jahr 2004 gründeten Gevaerd und andere UFO-Forscher die Brasilianische UFO-Kommission und starteten eine Kampagne zur Freigabe klassifizierter UFO-Akten. Es kam zu mehreren Treffen mit den Oberkommandos Cindacta und Comdabra sowie mit dem damaligen Verteidigungsminister Celso Amorim in Brasilia. Letztendlich führte die Kampagne der UFO-Forscher zur Freigabe von 20.000 Seiten ehemals geheimer Dokumente der Luftwaffe. Darunter seien auch Fallakten zu Landungen von UFOs und deren Besatzungen am Boden.

Zudem verwies Gevaerd auf die Verordnung Nr. 551/GC3, die weltweit einzigartig sei. Sie wurde vom Kommandeur der brasilianischen Luftwaffe unterzeichnet und legt fest, dass alle vorhandenen UFO-Dokumente, die über die Luftwaffeneinheiten in ganz Brasilien verteilt waren, im Nationalarchiv gesammelt werden sollten.

“Endlich beginnen die Dokumente zu erscheinen. Sie sind zahllos, sie sind aufschlussreich, sie zeigen das Wirken außerirdischer Wesen auf unserem Planeten”, erklärte Gevaerd.

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